Der Glaube an Cysalion

Kapitel III von VI (ca. 10.000 Jahre v.d.Z)

•    Bau der Stadt Hegarath, Auflösung der Kolonie Arcatian und das erste Aufeinandertreffen.

Die Enaiyen pflegten im Laufe der Jahrtausende ein freundschaftliches Verhältnis zu den primitiven Einwohnern Cysalions, wie Zwergen, Riesen und Menschen. Es gab noch einige Mischlingsvölker, wie die kleinen Boonlinge, die dünnen Kathai oder die kräftigen Banneth. Doch ihnen kam erst im weiteren Verlauf der Geschichte eine Bedeutung zu. Die Enaiyen unterrichteten die Bewohner im Spirituellen und unterwiesen sie in der Kunst der Sprache. Dabei achteten und bewunderten sie den freien Geist eines jeden Lebewesens. Die Rythaner hingegen existierten isoliert, im Schatten, in Wäldern und in Höhlen. Zum Schutz ihres Trias errichteten sie im Westen Cysalions mittels versklavter Wesen und Tiere das mächtige Utepion und machten sich die Gebiete südwestlich davon nach und nach zu eigen. Nur die Draaks konnten sie nicht zähmen, weder mit Magie noch mit Macht. Sie waren machtbesessen, eroberten weite Gebiete, vernichteten ganze Völker und hielten zahlreiche andere Kreaturen in Sklaverei gefangen. Ein freier Geist barg ihrer Ansicht nach nur die Gefahr der Auslöschung ihrer eigenen Existenz. Sie fingen zahllose Chimären, Draaks und riesige Greife ein und machten sich ihrer mittels dunkler Imagination gefügig, einer Beeinflussung des Geistes von Wesen ohne Kristallblut.

Als die Enaiyen erstmals von einer kriegerischen Rasse namens Rythaner im Westen von Cysalion hörten, befürchteten sie, dass diese Aggressoren auch Enedion angreifen könnten. „Krieg“ war ihnen zu dieser Zeit noch ein fremder Begriff, aber um Enedion und damit sich selbst vor einer potenziellen Gefahr zu schützen, ließen sie die große Stadt Hegarath inmitten von Cysalion, einer strategisch günstigen Position, errichten und bestimmten einen Regenten. Die Kolonie Arcatian wurde aufgelöst und alle Bewohner nach Hegarath umgesiedelt. Es verstrichen noch einige hundert Jahre bis zur ersten Begegnung der Rythaner und Enaiyen. Doch als sie dann erstmals aufeinander trafen wurde klar, dass es sich bei den Rythanern um die Namenlosen aus der Blindwelt handelte. Es entbrannte ein unerbittlicher Kampf  zwischen den Kontrahenten. Die Rythaner nannten dies die Blindzeit, für die die Menschen war es die Vorzeit.

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